~ Vom Funktionieren ins Spüren ~
Ich war gut darin, dass alles läuft
Das war jahrzehntelang mein Beruf. Ich habe Menschen beigebracht, wie Teams funktionieren und wie Führung gelingt. Ich habe ein Unternehmen dabei begleitet, von zwanzig auf fünfzehnhundert Mitarbeitende zu wachsen, ohne dass die Struktur zusammenbricht. Trainerin, Führungskraft, Leiterin Aus- und Weiterbildung.
Funktionieren war nicht mein Problem. Funktionieren war mein Handwerk.
Irgendwann habe ich mich selbst behandelt wie ein Projekt, das laufen muss.
Zwischen Beruf, Familie und dem, was andere von mir erwarteten, war meine innere Stimme so leise geworden, dass ich sie nicht mehr gehört habe. Ich habe weiter funktioniert. Nur eben ohne mich.
Keine große Auszeit. Keine Kehrtwende. Sondern kleine Schritte, die zu meinem echten Leben gepasst haben: ein paar bewusste Atemzüge zwischen zwei Terminen. Ein Moment am Fenster, bevor der Tag losgeht. Ein Rhythmus, den ich mir bei der Natur abgeschaut habe – weil sie es seit jeher besser kann als wir.
Genau das gebe ich heute weiter. Als Dipl. psychologische Beraterin und Meditationspädagogin. Und als jemand, die diesen Weg selbst gegangen ist.
Der Weg zurück war unspektakulär
Keine große Auszeit. Keine Kehrtwende. Sondern kleine Schritte, die zu meinem echten Leben gepasst haben: ein paar bewusste Atemzüge zwischen zwei Terminen. Ein Moment am Fenster, bevor der Tag losgeht. Ein Rhythmus, den ich mir bei der Natur abgeschaut habe – weil sie es seit jeher besser kann als wir.
Genau das gebe ich heute weiter. Als Dipl. psychologische Beraterin und Meditationspädagogin. Und als jemand, die diesen Weg selbst gegangen ist.
Und hauptberuflich?
Da begleite ich pflegende Angehörige – Menschen, die einen Menschen mit Demenz versorgen. Meist sind es Frauen. Frauen, die alles zusammenhalten und selbst niemanden haben, der fragt, wie es ihnen eigentlich geht.
Sie haben mir bestätigt, was ich an mir selbst gelernt habe: Funktionieren hält viel länger, als es guttut. Und es hört nicht von allein auf.
Ein Ort, an dem du nichts leisten musst
Keine Challenge. Kein Programm, das du durcharbeitest. Keine Woche, die du verpasst hast. Der Wolfsfrau-Kreis läuft nicht weg, wenn dein Leben gerade lauter ist.
Du darfst kommen und gehen, wie es passt. Und wochenlang nur mitlesen, ohne dass jemand nachfragt.
| Ein jahreszeitliches Ritual pro Woche |
| Alle Blogbeiträge, nach Themen sortiert |
| Ein eigener Bereich für jede der fünf Wolfsfrauen |
| Und Frauen, die dasselbe suchen wie du |
Kostenlos · beim Beitritt stelle ich dir nur eine Frage
Wie ich hierher gekommen bin

80er Jahre — Service wird mein zweiter Vorname
Angefangen habe ich im Hotelfach, in verschiedenen Städten und verschiedenen Ländern. Kundenorientierung war dort keine Methode, sondern Haltung: Der Gast soll nicht merken, was es kostet, dass alles reibungslos läuft.
In meinem damaligen Hotelkonzern wurde ich zur Inhouse-Trainerin ausgebildet, übernahm eine Führungsposition – und machte nebenbei einen Abstecher in die Buchhaltung.
Was mir geblieben ist: ein Gespür dafür, wann jemand nur noch die Fassade hält.

90er Jahre — Ich baue etwas auf, das funktioniert
Raus aus der Hotellerie, rein in ein pharmazeutisches Callcenter – als Projektleiterin und Trainerin für Kommunikation und pharmazeutisches Grundwissen. Ich habe dieses Startup begleitet: von einem Standort mit 20 Mitarbeitenden zu zwei Standorten mit 1.500.
Als Seniorprojektleiterin und Leiterin Aus- und Weiterbildung koordinierte ich alle Projekte, entwickelte Schulungskonzepte und Assessment-Center und bildete neue Projektleiter und ihre Assistenten in Kommunikation, Projektmanagement und Mitarbeiterführung aus.
In dieser Zeit stieß ich zum ersten Mal auf Mentaltraining, Meditation und Hirn-Dominanzen – und machte mein Diplom zur psychologischen Beraterin.
Was mir geblieben ist: Menschen wachsen nicht durch mehr Druck. Sie wachsen, wenn jemand ihnen zutraut, dass sie es können.

Jahrtausendwende — Der Körper meldet sich zu Wort
Neben meiner freiberuflichen Arbeit als Trainerin und Coach für Kommunikation und Führungsthemen wurde ich Stress-Relax-Trainerin 2000© und vertiefte die angewandte Kinesiologie in zahlreichen „Touch for Health"-Seminaren.
Zum ersten Mal ging es nicht mehr nur um das, was im Kopf passiert – sondern darum, was Dauerspannung im Körper anrichtet.
Was mir geblieben ist: Der Körper weiß früher Bescheid als der Verstand.

2010er Jahre — Der Rollenspagat
Während meiner Schwangerschaft beendete ich die Weiterbildung zum systemischen Coach und legte meinen Schwerpunkt auf „neue" Führungskräfte: Ich bringe sie sicher in Führung.
Als meine Tochter in den Kindergarten kam, wurde ich zusätzlich Produktmanagerin bei einem Weiterbildungsanbieter. Ich entwickelte neue Trainingsthemen, vermarktete und verkaufte sie und begleitete Teilnehmende wie Trainer durch die Durchführung. Hier wurde meine Leidenschaft für die Digitalisierung geboren.
Und hier verlor ich mich. Mutter, Arbeitnehmerin, Partnerin, Tochter, Schwester – für jede Rolle war gesorgt. Für mich nicht.
Was mir geblieben ist: der Moment, in dem ich aufgehört habe zu fragen, was man so macht – und angefangen habe zu fragen, was ich brauche.

Heute — Vom Funktionieren ins Spüren
Ich habe meine Trainings und Coachings auf online umgestellt, Websites gebaut, Social-Media-Kanäle aufgebaut und meine Weiterbildung zur Meditationspädagogin abgeschlossen.
2021 kam ein neues Arbeitsfeld dazu: Demenz. Seitdem bin ich Produktmanagerin der Schulungsinitiative bei der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. und organisiere Vorträge und Schulungsreihen für pflegende Angehörige. Seit meiner Weiterbildung zur Demenzexpertin im Jahr 2023 halte ich diese Vorträge auch selbst.
Und dann ist da die Wolfsfrau: der Blog, der Podcast „Vom Funktionieren zum Spüren" – und seit 2026 das Workbook „Jahreszeitliche Selbstfürsorge", das ich gemeinsam mit Kerstin Hiemer geschrieben habe.
Was ich heute weiß: Du musst dich nicht neu erfinden. Du darfst dich erinnern.
Neueste Blog-Beiträge:
Die Wolfsfrau Bedeutung
Loslassen in 4 Schritten
Innerlich loslassen



